Geschichte

Bereits im Mittelalter wurde im Grabental in Münsingen eine Mühle betrieben, welche erstmals in einem Kaufbrief vom 15. Dezember 1377 erwähnt wird. Der Betrieb bestand nicht nur aus einer reinen Getreidemühle, sondern umfasste auch eine Stampfe sowie eine Reibe zur Verarbeitung von Hanf und Flachs (die „Öle“).
Die Mühle wechselte fleissig ihre Besitzer, so gehörte sie u.a. im 16. Jahrhundert Hans Franz Nägeli, Schlossherr von Münsingen. Seit 1892 ist die Mühle Münsingen im Besitz der Familie Strahm.
1892 – 1912    Strahm Johann Friedrich
1912 – 1920    Strahm-Liechti Emma, Witwe des Johann Friedrich
1920 – 1928    Strahm Johann Friedrich jun. und Strahm Werner (Gebrüder)
1928 – 1959    Strahm Werner
1959 – 1997    Strahm Werner jun.
1997 – 2003    Strahm Mühle AG (Strahm Werner und seine Söhne Beat u. Urs)
2003 –             Strahm Mühle AG (Beat und Urs Strahm)

Um den steigenden und wechselnden Anforderungen gerecht zu werden, wurde die Mühle stets modernisiert und umgebaut.

  • 1937 Automatisierung der Mehlmühle
  • 1940 Bau eines Betonsilos mit 18 Zellen (Total 330 t)
  • 1945 Umbau der Mehlmühle auf pneumatische Förderung
  • 1962 Umbau der Mehlmühle
  • 1969 Bau eines Betonsilos mit 8 Zellen (Total 560 t) Umbau und Erweiterung der Futtermühle
  • 1982 Einbau einer Kippbühne, Erweiterung der Annahmegosse
  • 1983 Bau eines Stahlsilos mit 3 Zellen (Total 300 t)
  • 1984 Umbau und Modernisierung der Mehlmühle
  • 1987 Einbau eines Generators zur Stromerzeugung
  • 1988 Einbau einer Würfelpressanlage
  • 1996 Modernisierung der Lose- und Absackanlage für Futterwaren
  • 1997 Modernisierung der Siloanlage
  • 2000 Zertifizierung nach ISO 9001:2000
  • 2001 Modernisierung der Futtermühle (Rohkomponentenverwiegung und Rezeptverwaltung mit SPS.
  • 2002 Umbau Büro und Wohnung
  • 2005 Umbau Strom-Hauptverteilung, Modernisierung der Anlagesteuerung der Futtermühle, Silo und Annahme
  • 2006 Übernahme der Mischfutterproduktion der H. Steiner AG, Trimstein
  • 2008 Erweiterung Komponentensilo für Schwerfliessende Produkte
    Modernisierung der Anlagesteuerung der Würfelpressanlage und Einbau weiterer Würfelfutterdepots
    Übernahme der Mehl- und Futtermühle der Berger Mühle Rothachen AG in Unterlangenegg
  • 2014 Erweiterung und Modernisierung der Futtermühle inkl. neuer Steuerung
  • 2017 Neubau Lagerraum für Paletten und Paloxen

um 1930

1963

1974

Mehlmühle:
Auf unserer Mehlmühle, mit einer Vermahlungsleistung von 700 kg Weizen pro Stunde, stellen wir neben den bekannten Mehlsorten Weiss-, Halbweiss- und Ruchmehl auch viele verschiedene Spezialmehle her. Alle bei uns produzierten Mehle sind naturbelassen und frei von jeglichen Zusätzen. Dank unserer grossen Flexibilität ist es uns auch möglich Spezialmischungen und Kundenwünsche zu erfüllen.
Lose oder abgepackt in 5 kg und 25 kg Säcken finden die Produkte ihren Absatz bei der Bäcker- und Privatkundschaft.

Futtermühle:
Mit der Herstellung von Mischfutter wurde anfangs der 40er Jahre unter dem Namen Aehri-Futter begonnen. Seit 1961 stellen wir in Zusammenarbeit mit Partnerfirmen, welche uns das Konzentrat liefern, Marken-Kraftfutter her. Die vielfältige Produktepalette reicht von Milchvieh-, Rinder-, Schweine-, Geflügel- und Pferdefutter über Kaninchen-, Ziegen- + Schaf-, Straussen-, Kamelide- und Hirschfutter bis zum Hunde- und Katzenfutter.

Getreidesammelstelle:
1963 erhielten wir die Bewilligung von der Eidg. Getreideverwaltung zur Führung einer Sammelstelle mit Einzelablieferung. Diese wurde 1991 in eine Kollektivsammelstelle umgewandelt. Das Brotgetreide wird während der Ernte direkt vom Bauern übernommen, gereinigt und wenn nötig getrocknet.
Das in der Region produzierte Getreide wird dann in der Mehlmühle vorbereitet und vermahlen, anschliessend an die umliegenden Bäckereien ausgeliefert und verbacken.
Futtergetreide, welches unsere Landwirte produzieren, wird ebenfalls direkt übernommen, gratis gelagert und später den Wünschen und Betriebsverhältnissen entsprechend zu Kraftfutter (gemahlen, gewürfelt, oder flockig) verarbeitet. Somit schliesst sich ein ökologisch sinnvoller Kreislauf ohne lange Transportwege.

1993

2014